About La La Land

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Zahllose Male habe ich es auf Instagram, Snapchat und auch hier auf dem Blog erwähnt und wahrscheinlich wisst ihr es inzwischen, auch bei mir ist das La La Land Fieber ausgebrochen. Schon lange hat es keinen Film mehr gegeben, der mir so nah ging und mich so lange beschäftigt hat. Dabei ist es nicht nur Ryan Gosling's Grinsen oder die Musik, die mir unter die Haut gingen, sondern viel mehr die Geschichte und der Appell des Films.

Als ich vor zwei Wochen vom Kino nach Hause kam, war ich völlig überwältigt und wusste gar nicht, wohin mit all meinen Emotionen. Auch eine Träne musste ich verdrücken. Warum?

La La Land erzählt eine Geschichte über zwei Künstler, die sich miteinander ihre Träume erarbeiten und sie ohne einander erleben. Es sind keine Träume, die in unserer modernen Welt einen Platz finden würden, denn sie drehen sich nicht um Geld, Macht oder Ansehen, nein, sie drehen sich um Leidenschaften, Fantasie und Kunst.
Aufgrund des offen gestalteten Endes war mir zunächst gar nicht klar, was der Film mir sagen sollte oder welche Schlüsse ich für mich selbst ziehen sollte. Nachdem ich aber Tage lang den Soundtrack gehört habe und schließlich noch ein zweites Mal den Film besuchte, glaube ich, inzwischen gelernt zu haben.
La La Land portraitiert viel von dem, was heute in der Welt unterdrückt wird, zu kurz kommt, unbeachtet bleibt. Leidenschaften unterliegen unseren Jobs, Fantasie unterliegt dem Faktendenken und Kunst unterliegt Sozialen Medien. Für viele ist das in Ordnung, "das muss so sein", aber nicht für mich, ich möchte mich gegen das, was der Alltag mir vorschreibt, währen.
Ich habe Träume, ich glaube, jeder hat sie. Manche sind erfüllbar, und bei manchen träumt man ewig weiter. Manche Träume widersprechen sich, sind nur einzeln und nicht gemeinsam zu erfüllen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass man etwas erreichen wird, wenn man fest genug daran glaubt und hart genug dafür arbeitet.
In La La Land schreibt Mia ihr eigenes Stück und erreicht so ihren Traum einer erfolgreichen Schauspielkarriere. Man sieht sie dafür arbeiten, Tag und Nacht. Man sieht aber auch, dass sie erst wirklich beginnt Erfolge zu sehen, als sie an sich glaubt.
Vielleicht war es das, was mich an dem Film so berührt hat. Zwei junge Menschen, die sich gegen das stellen, was die Gesellschaft ihnen vorschreibt. Zwei Menschen, die träumen. Zwei Menschen, die nicht durch Geld, Connections oder Status ihre Ziele erreichen, sondern nur dadurch, dass sie an ihre Ziele und an sich selbst glauben.
Es hat mich berührt, weil es das ist, was in der Welt fehlt. Träumer.
Wenn ich mir überlege, wer oder was mich emotional berührt, dann lande ich schnell bei Filmen, Musikern und Büchern, weil sie erfüllt von Fantasie sind, weil sie Kunst sind.
Die Welt ist mir oft zu rational, zu abgestumpft, und oft ist die einzige Emotion, die angesprochen wird, wenn ich mich mit der Welt befasse, Wut oder Angst.
Mia und Sebastian sind am Ende Teil einer rationalen Gesellschaft, denn sie haben Erfolg, verdienen gut und sind hoch angesehen. Ist es aber das, woran sie denken? Ich glaube nicht. Sie denken nicht an Geld, Status, Macht. Sie leben ihren Traum mit Fantasie und Leidenschaft, und genau das macht den Unterschied aus.

La La Land hat mir also bewusst gemacht, dass es wichtig ist, zu träumen, wenn man nicht dem Alltagstrott verfallen will, dass es wichtig ist, für Träume zu arbeiten und sich selbst zu vertrauen.
Es ist ein Film, der mich für all dies unglaublich motiviert hat.
Ist es deshalb okay, eine Träne für etwas zu verdrücken, was den eigenen Blick auf die Welt schärfer werden lässt und die eigenen Gedanken maßgeblich beeinflusst? Ich glaube schon.

Wenn ein Film, der die Welt kritisiert, ohne ein einziges böses Wort zu erwähnen, einen so starken Einfluss auf so viele Menschen haben kann, vielleicht gilt es dann, seinen Appell zu hören, ihm Achtung zu schenken, und wenigstens für sich selbst das Bewusstsein über Erfolg und Träumerei zu erweitern. So here's to the ones who dream.

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